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hl–aktuell · das spiekerooger lietz–magazin |
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Aktuelles von der HL–Schule Spiekeroog
Norden/Spiekeroog – Um den Sturmflutschutz für die Hermann Lietz–Schule und das angegliederte Nationalpark–Haus Wittbülten auf Spiekeroog zu optimieren, beginnen in diesen Tagen umfangreiche Arbeiten mit schweren Baugeräten. Das Besondere: Die zuständige Betriebsstelle Norden–Norderney des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten– und Naturschutz) hat in enger Abstimmung mit der Schule, der Gemeinde Spiekeroog und der Nationalparkverwaltung eine an die besonders schützenswerte Natur angepasste Lösung für den Küstenschutz entwickelt. In einem Gürtel von rund einem Kilometer Länge um die Schule werden dabei vorhandene Schutzdünen verstärkt bzw. neu zu errichtende Dünen naturnah profiliert, so dass sie sich in die Landschaft einpassen. Der Sand für die Dünengestaltung stammt aus Strandbereichen nördlich der Schule: „Wir entnehmen ihn dort flächig mit einem Bagger etwa 110.000 Kubikmeter Sand und transportieren ihn mit geländegängigen Baufahrzeugen zur Einbaustelle“, beschreibt Betriebsstellenleiter Frank Thorenz die Arbeitsschritte. Die Sandentnahmestellen wurden danach ausgewählt, dass eine schnelle Regeneration erfolgen kann und die Natur möglichst wenig beeinträchtigt wird.
Info–Blatt des NLWKN dazu herunterladen (PDF–Format, 3 Seiten, 2,4 MB) >>
Nach Abschluss der Profilierung werden die Dünen mit vorhandenem
Bodenmaterial abgedeckt oder mit Strandhafer bepflanzt. „Diese
besonders nachhaltige Lösung berücksichtigt die einmalige
Lange der Schule im Nationalpark sowie die Nutzung der Flächen in
ihrem Umfeld. Wir tragen so auch dem pädagogischen Konzept der
Einrichtung Rechnung“, ergänzte Thorenz, der zudem hervorhob,
dass der Sturmflutschutz auch während der Bauphase durch die
vorhandenen schuleigenen Dämme der Einrichtung gewährleistet
ist. Deshalb können Sandtransporte und Dünengestaltung auch im
Winterhalbjahr erfolgen, um den Schulbetrieb möglichst wenig zu
stören. Arbeiten an bestehenden Deichen oder anderen Anlagen
wären in dieser Zeit nicht möglich, da die Deichsicherheit
gewährleistet sein muss. Ferner wird im kommenden Frühjahr ein
rund 300 Meter langes Teilstück, das durch einen tiefliegenden
Polder südlich der Schule führt, als mit Klei abgedeckter
Dünendamm gestaltet. Die hierfür benötigten 8.000
Kubikmeter Klei stammen vom Festland, sie werden in den nächsten
Tagen im Inselhafen angeliefert und dort zwischengelagert. „Im
kommenden Frühjahr wird das Material dann über den
Süddeich antransportiert. der dafür auf einer Länge von
circa 800 Metern einen Deichverteidigungsweg erhält“,
erläutert Projektleiter Theo van Hoorn. Der Abschluss der
Maßnahme ist für den Sommer 2012 vorgesehen, die Kosten
belaufen sich auf 1,6 Millionen Euro und werden aus Mitteln des
Niedersächsischen Umweltministeriums sowie des Bundes finanziert.
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hl–aktuell Nr. 74
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